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Äskulapnatter

Heimische Arten

Äskulapnatter – Zamenis longissimus ( LAURENTI, 1768)

Name
„Äskulapnatter"  geht auf die alte Bezeichnung „Schlange des Äskulap" zurück, auf eine Verbindung dieser Schlange mit dem Gott der Heilkunde „Äskulap" bzw. „Asklepios" aus der griechischen Mythologie; Zamenis" (griech.) lässt sich von „za" = „groß" und „menos" = „Stärke" ableiten und „longissimus" (lat.) ist der Superlativ von „longus" = „lang".

Länge
Bis 180 cm.

Gestalt
Langgestreckter, schlanker Körper, schwach abgesetzter, kleiner, flacher und schmaler Kopf, relativ große Augen und Nasenlöcher, runde Pupillen, kantenförmiger Übergang von der Bauchseite zu den Flanken („Kletternatter"),  glatte  Schuppen.

Färbung und Zeichnung
Adulti:
Grundfarbe der Oberseite gelb-, oliv-, grau- oder schwarzbraun, Farbton hellt meist zum Kopf hin auf, Färbung der Unterseite weißlich oder gelblich;
zuweilen hellere Längsstreifen, charakteristische feine, weiße Strichelzeichnung (aufgrund weißer Ränder vieler Flanken- und auch Rückenschuppen).
Jungtiere:
Auf der Oberseite helle Grundfärbung (gelblich, bräunlich oder gräulich) mit großen, dunkelbraunen Flecken, Bauchseite wie Adulti, manchmal mit dunklen Flecken; charakteristische gelbe Nackenflecken (wie bei der Ringelnatter), dunkles  Schläfenband  vom Auge zum Maulwinkel, dunkler Strich vom Auge senkrecht zum Maulspalt und auch darüber hinaus.
Die juvenile Kopfzeichnung ist oft noch, wenn auch sehr verblasst und nur noch andeutungsweise, bei den Adulti erkennbar.

Geschlechterunterschiede
♂♂ werden größer als ♀♀,  im Verhältnis zur Gesamtlänge längere Schwänze bei ♂♂ als bei ♀♀.


Verbreitung in Deutschland
Reliktvorkommen im Rheingau-Taunus (Umgebung von Schlangenbad) und  im Neckar-Odenwald (Raum Hirschhorn), weitere Vorkommen in der Nähe von Passau sowie am unteren Inn und an der unteren Salzach bei Burghausen, die Verbindung zum Verbreitungsgebiet in Österreich haben  (siehe Karte).

Lebensräume
Sehr unterschiedliche Habitate wie z. B. Waldränder, Uferbereiche, Feuchtwiesen, Wiesenhänge, Weinberge, Gärten, Bahndämme u. Ä.

Fortpflanzung
Kommentkämpfe bei in der Paarungszeit aufeinandertreffenden ♂♂, Paarungsbiss des ♂ hinter dem Kopf des ♀, eierlegend, Ablage von bis zu 12 Eiern im Juli, erste Jungtiere im September.

Nahrung

Kleinsäuger, Vögel und deren Eier, Reptilien (Eidechsen als Nahrung für Jungtiere).

Verteidigung
Ungiftig und harmlos, bei (vermeintlicher) Gefahr Abwehrbisse, manchmal Ausscheidung eines scharf riechenden Sekretes durch Entleeren der Analdrüsen.

Literatur:
► Günther, R. & M. Waitzmann  (1996): Äskulapnatter – Elaphe longissimus ( Laurenti , 1768). – pp. 647-666 in  Günther, R  . (Hrsg.): Die Amphibien und Reptilien Deutschlands. – Gustav Fischer Verlag, Jena,     Stuttgart, Lübeck, Ulm.
► Kwet, A.  (2010): Reptilien und Amphibien Europas. 190 Arten mit Verbreitungskarten. – Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG., Stuttgart, 2. Auflage, 253 Seiten.
Uetz, P. & Hošek, J.  (Hrsg.) (2015): The Reptile Database.  (accessed August, 2015).

Weitere Informationen zur Äskulapnatter finden Sie auf der Internetseite der DGHT AG Feldherpetologie & Artenschutz.
Folgen Sie hierfür einfach dem Link:


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